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  Rahmenplan informatische Grundbildung 4.3 *

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Rahmenplan informatische Grundbildung 4. 3

 

Hier gibt es nur Auszüge aus dem Rahmenplan. Das komplette Werk kann vom Bildungsserver M-V herabgeladen werden.

4.3 Hinweise zur Unterrichtsgestaltung

Hard- und Software sind k e i n unterrichtlicher Selbstzweck. Sie werden im Kontext der konkreten Anwendungen thematisiert. Die Hardware-Komponenten des in der Schule vorhandenen Informatik-Systems sind s c h r i t t w e i s e einzuführen. Dies sollte in anschaulicher Form, etwa durch ein Blockbild eines Computers mit Schnittstellen und Peripherie, eventuell spielerisch erfolgen. Auch ein Einblick in einen geöffneten Computer ist denkbar. Die Erläuterungen sollen dem Alter der Schüler angemessen sein.

Die unterrichtliche Realisierung der Themen erfolgt ideal-typisch in den drei Stufen

• Benutzen

• Analysieren

• Gestalten,

die innerhalb einer Unterrichtseinheit zu durchlaufen sind oder sich gemäß des Spiralprinzips auch über mehrere Jahrgangsstufen erstrecken können.

Aufgabe des Lehrers ist es, unter Einbeziehung der Schüler eine Kette geeigneter Problemstellungen zu konstruieren, die so geartet ist, dass die Schüler schrittweise ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit einem Informatik-System festigen, vertiefen und erweitern. Die Probleme greifen dabei wie die Glieder einer Kette ineinander, greifen bereits Bekanntes auf und fügen neue Gestaltungselemente hinzu. Dabei ist zu beachten, dass ein Schüler motivierter ist, wenn er den Sinn seines Tuns erkennen kann und im Ergebnis seiner Arbeit ein für ihn nutzbares Produkt entsteht.

 

Informatische Fachtermini sind sehr stark durch Anglizismen geprägt. Die Gefahr ist deshalb groß, dass Lehrer und Schüler in den Slang bzw. Jargon der Computer- Freaks verfallen. Schüler zu sprachlicher Qualität anzuhalten, bedeutet aber nicht, jeden englisch - sprachigen Fachterminus zu verdeutschen. Insbesondere sollten die englischen Fachbegriffe, für die es noch keine deutschen Entsprechungen gibt, unverändert ins Deutsche übernommen und so verwendet werden, als ob es deutsche Fachtermini wären – aber dann auch richtig geschrieben und richtig gesprochen.

 

Textverarbeitung

Bei der Gestaltung von Texten und Grafiken erlernen die Schüler das Eingeben, Bearbeiten und Ausgeben von Daten und werden dabei schrittweise an die objektorientierte Denkweise herangeführt. Sie können die Objekte der Anwendungen identifizieren, deren zugehörige Attribute benennen und Operationen zur Änderung der Attributwerte ausführen.

Der Lehrer sollte die Begriffe Objekt, Attribut, Operation konsequent nutzen.

Bei der Texteingabe orientieren sich die Schüler an den Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung (DIN 5008). Sie nutzen den Thesaurus zur Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks sowie die Grammatik- und Rechtsschreibkontrolle zur Korrektur eventueller Fehler.

Für die Textverarbeitung bieten sich folgende Produkte zur Auswahl an:

  • Glückwunschkarten, Deckblätter für Ordner, Einladungen, Steckbriefe, Wandzeitungen u. a.
  • Für das Fach Deutsch kann ein Geschichtenbuch erstellt werden, zu dem jeder Lernende eine Geschichte oder eventuell auch ein Gedicht beiträgt. Für dieses Geschichtenbuch kann ein Rahmenthema vorgegeben werden oder es wird der Anfang einer Geschichte als Textdatei vorgegeben, die die Schüler fortsetzen. Durch Kooperation mit dem Lehrer für Kunst und Gestaltung bzw. Werken kann erreicht werden, dass jeder Schüler am Ende ein eigenes Geschichtenbuch mit gleichem Inhalt und selbst gestaltetem Einband – hat.
  • Der Rahmenplan Englisch gibt hinreichend viele Anregungen für das Nutzen eines Textverarbeitungsprogramms, z. B. Einladungs-/Glückwunschkarten, Briefe an (authentische) Brieffreunde, Sammlung mit selbst ausgedachten Geschichten.
  • Für das Fach Mathematik können Textbausteine für Konstruktionsbeschreibungen produziert und wiederholt in unterschiedlichen Konstruktionszusammenhängen genutzt werden.
  • Für das Fach Biologie kann die Textverarbeitung zum Fixieren von Beobachtungsergebnissen sowie für Protokolle von Experimenten genutzt werden.

Für die Behandlung der historischen Entwicklung der Schreibtechnik bietet sich arbeitsteiliger Gruppenunterricht an, in dem folgende Aspekte betrachtet werden können:

  • Wer konnte im Altertum schreiben?
  • Wie entwickelte sich der Buchdruck seit GUTENBERG?
  • Welche Auswirkungen hatten Schreibmaschinen auf die Büroarbeit?
  • Was unterscheidet die Textverarbeitung mittels Computer von allen anderen Schreibtechniken?

Dabei ist besonderer Wert auf die Ausbildung von Methodenkompetenz zu legen, indem die Schüler Informationen recherchieren und sachgerecht aufbereiten lernen.

In die Texte können

  • Grafiken aus vorhandenen Sammlungen von Bilddateien,
  • per Computer selbst erstellte Grafiken sowie
  • per Hand erstellte und gescannte Grafiken

eingebunden werden.

Dabei ist das Urheberrecht zu beachten und in altersgemäßer Weise zu thematisieren. Hier kann ein Beitrag zum Aufgabengebiet Rechtserziehung (§ 5 Abs. 4 SchulG M-V) geleistet werden.

 

Kommunikation – gestern, heute, morgen

Die Schüler erhalten einen Einblick in die Entwicklung der Kommunikationstechnik vom Rauchzeichen bis zum Internet. Sie lernen Grundprinzipien des Versands und Empfangs elektronischer Post kennen und nutzen E-Mail zur Kommunikation mit Partnern, auch aus anderen Ländern.

Ein mögliches Produkt könnte hier eine Dokumentation – mittels Textverarbeitungsprogramm – über die einzelnen Kommunikationstechniken sein, bspw.: Rauch-, Blink-, Flaggen- und Trommelzeichen, Keilschrift (Steintafeln), Handschrift (Papyrus), Morsen/Fernschreiber, Funken, Telefon, Schreibmaschine, Fax, Computernetze, Internet.

Zusammen mit dem Fach Werken kann die Dokumentation durch selbst gefertigte Modelle (Morsegerät, Büchsentelefon, Blasentelegraf, …) ergänzt werden. Es sollte neben den technischen auch über die sprachlichen und sozialen Veränderungen in der Kommunikation durch die jeweiligen Erfindungen sowie über Chancen und Risiken reflektiert werden.

Die Behandlung des Themas schafft die Grundlagen für die selbstständige Nutzung von Netzen zur Information und Kommunikation in Lehr- und Lernprozessen. Es bietet vielfältige Möglichkeiten, den Unterricht über das Klassenzimmer hinaus zu öffnen: In Zusammenarbeit mit anderen Fächern, insbesondere mit dem Bereich Fremdsprachen, können die Schüler Texte als E-Mail über Internet versenden und empfangen. Hier kann ein Beitrag zum Aufgabengebiet Interkulturelle Erziehung (§ 5 Abs. 4 SchulG M-V) geleistet werden.

 


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