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Vorbemerkungen

Die vorliegende Alma- Ausgabe stellt die Sicherheitserziehung und Unfallverhütung in den Mittelpunkt. Vieles von dem, was wir in den Unterrichtselementen im Rahmen der Unterrichtseinheit "Unfallverhütung/Unfallschutz" vorstellen, ist der im Technikunterricht arbeitenden Kollegin bzw. dem Kollegen bekannt und zur Selbstverständlichkeit geworden: Zur Sicherheitserziehung gibt es eben keine Alternative! Sichere Werkzeuge müssen in Ordnung sein, mit Werkzeugen und gefährlichen Stoffen gehen wir vorsichtig um; wir einigen uns auf eine für alle verbindliche Werkraumordnung ...! Sicherheitsbewusstes Handeln wird zum Prinzip. Mögen Ihnen die zusammengefassten Aspekte und der Hinweis auf die Materialien des Gemeindeunfallversicherungsverbandes hierzu einiges in Erinnerung rufen bzw. Ihnen unterrichtliche Anregungen geben.

Über diesen prinzipiellen Ansatz hinaus können wir uns vorstellen, gezielte, lehrgangsorientierte Sicherheitserziehung zu betreiben: Wir schlagen vor, die Schülerinnen und Schüler auch an diejenigen Maschinen heranzuführen, mit denen sie zu Hause umgehen. Die Expansion der Baumärkte und insbesondere das wachsende Angebot von Heimwerkermaschinen, wie Bohrmaschinen, Stichsägen, Handkreissägen, elektrisch betriebene Hobel, Band- und Schwingschleifer u.a. zeigen, dass ein großer Anwendungsbedarf im häuslichen Bereich besteht. Wir meinen, dass gerade der Technikunterricht - wer denn sonst? - dies zur Kenntnis nehmen und Maschinen zum Lerngegenstand machen muss. Eine Schule, die für sich in Anspruch nimmt, auf das Leben vorbereiten zu wollen, kann sich doch hier nicht aus der Verantwortung stehlen.

Eine Arbeitsgruppe von achtzehn Kolleginnen und Kollegen (vergl. Impressum) hat diese Herausforderung bewusst aufgegriffen. In zwei zweitägigen Lehrerfortbildungsveranstaltungen in Wremen und in Wotphausen haben wir uns mit dem didaktischen Ansatz befasst und ein Grundlagenpapier "Maschine als Lerngegenstand" diskutiert und verabschiedet (November 1989). Dieses Papier reicht über den eben erwähnten Bereich der Freizeitaktivitäten hinaus und betont auch den verstärkten notwendigen Maschineneinsatz im Rahmen eines neuen handlungsorientierten Arbeitslehrekonzepts. Dass dazu maschinenorientierte Lehrgänge notwendig sind, muss nicht unterstrichen werden. Als Beispiel stellen wir den "Bohrmaschinenführerschein" vor: Denkbar sind jedoch auch andere Maschinen; die Arbeitsgruppe legte dazu den "Entwurf einer Handreichung zum Einsatz von Maschinen und Geräten im Technikunterricht der Klassen 5 bis 10" vor. Diese Handreichung entspricht dem § 14 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift vom Juni 1987 (Seite 26) und ist mit Vertretern des Bremischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes und dem Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst abgesprochen. Als Vorlage dienten die Handreichungen aus Hessen und Schleswig-Holstein. Inzwischen sind auch in Bremen die Rechtsvorschriften geändert worden. Der den Maschineneinsatz regelnde Runderlass aus dem Jahre 1979 ist aufgehoben und neu gefasst worden. In diesem Zusammenhang danke ich noch einmal allen Kolleginnen und Kollegen, die zu diesem Arbeitsergebnis beigetragen haben.

Immer wieder werden wir auch gefragt, wie denn eine allgemeine Sicherheitserziehung zur Vorbereitung auf das Betriebspraktikum zu leisten sei. Wir meinen, dass der konkrete Ansatz vom Werkraum und der Schulsituation ausgehend der geeignete sei. Prüfen Sie doch bitte unsere Vorschläge und urteilen Sie selbst.

 

Bremen, im April 1993

Uwe Jenzen

 

 

Quelle des Materials:
alma  arbeitslehre - materialien
Wissenschaftliches Institut für Schulpraxis
Am Weidendamm 20

2800 Bremen

 

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